Pomodoro

bio

Wie viele meiner – von Neid zerfressenen – Facebookfreunde (ja das ist ein Wort) an Hand von Bildmaterial feststellen mussten, habe ich in diesem Jahr bisher 5 Wochen in Süditalien zum Arbeiten verbracht. Beim ersten Aufenthalt habe ich es gerade noch so geschafft mit meiner Deutschen DNA wieder auszureisen, jetzt nach den letzten 3 Wochen ist die Umwandlung zum wild gestikulierenden Deutsch-Italiener kaum noch aufzuhalten. Kappa Polos (Kragen hoch!), Sonnenbrille auf der Stirn und natürlich eine Herrenhandtasche, weil, wer hat schon eine Jacke dabei? Siehste. Ich bin da interkulturell gerade so durch gekommen, bis zu dem Moment, wo die Sprache auf Pasta kam! Alter, da war aber Schluss mit lustig. Mir gegenüber saß eine 50 Kilo schwere, 1 Meter 60 große Kollegin, die mich ins Verhör nahm. „Wie machst du die Sauce?“ … „Ähm, ich kauf die…!?“ … „Ja die Tomatengrundlage, aber wie kochst du sie?“ … „Na in den Topf, ist doch alles drin im Glas …!“ … und den Satz hätte ich nicht aussprechen sollen! Was danach folgte war eine Tirade an Flüchen zum Thema Untergang der Abendländischen Kultur, Ausverkauf von italienischen Werten und generelle Gottlosigkeit in der Welt, gefolgt von einem Rezept „von der Oma“ das ich jetzt unbedingt auswendig lernen müsste und überhaupt wer kauft schon Barilla? … „Deutsche…!?“ … „EBEN!“. Nun habe ich ja bekanntlich für jedes Fachgebiet einen Beraterstab der dafür sorgt, dass ich immer ausgezeichnet informiert werde und für den Bereich „Italienische Lebensart und kulinarisches mit Schwerpunkt Sardinien“ übernimmt das Anja aus Bassacutena. Anja hat mir eine komplette Anleitung geschrieben, die ich teilen darf, was ich mit Freude tue!

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